Mahamaya

 


Ramana sagt:

Was soll das Streiten, ob die Welt nur Schein,
Ob Wirklichkeit? Ob ihr Bewusstsein eigen,
Ob nicht – und ob sie Freude oder Leid bedeute?
Gilt doch für alle gleich das Glück:
Die Welt zu lassen, um das Selbst zu finden,
Und ohne "ich" und ohne alles Streiten
In jenem höchsten Stande "Selbst" zu sein.


Ich denke an die zehn Stiere des Zen. Ramana weist hier für mich  auf das 8. Bild hin, den leere Zen-Kreis: Die Welt lassend und ohne "ich" und ohne alles Streiten in jenem Stande "Selbst" sein. Kakuan vollendete mit dem 10. Bild die Geschichte mit der Rückkehr in die Welt.



Kakuan sagt:


Innerhalb meiner Pforten kennen mich tausend Weise nicht.
Die Schönheit meines Gartens ist unsichtbar.
Wozu nach den Fußspuren der Patriarchen suchen?
Ich gehe zum Markt mit meiner Flasche
und kehre heim mit meinem Stab.
Ich suche den Weinladen und den Marktplatz auf,
und wen ich auch ansehe, wird erleuchtet.


Es gibt nur Erleuchtung. Shiva und Shakti, Selbst (oder vielleicht besser Anatta, Buddhas Nicht-Selbst) und Welt sind eins und die Zauberkünste der großen Maya, die genau dies mit unzähligen, wundervollen Tricks verschleiern möchte, können nur noch ein bewunderndes Lachen auslösen. Ich muss nicht mehr zum Arunachala pilgern, kann wieder ungeniert ich sagen, ohne es in Tüddelchen zu setzen und kann in eine Kneipe gehen und "dumm Tüch" schnacken, wie die Fischköppe in Hamburg zu sagen pflegen.




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